interview mit moser.photos
frage 1: was zeichnet ihren fotografischen stil aus?
meine arbeit basiert auf der idee serieller bildstrukturen. fotografie ist für mich kein einzelbild, sondern ein system aus aufnahmen, das sich erst in der sequenz entfaltet.
das zentrale werk ist das gerahmte bild. druck, passepartout und rahmen sind keine ergänzung, sondern integraler bestandteil. erst durch die rahmung entsteht die notwendige distanz und präzision in der wahrnehmung.
alle arbeiten folgen einer klaren formalen entscheidung: aluminiumrahmen, schwarz. diese reduktion schafft ruhe und konsistenz und lenkt den blick auf die bildstruktur.
frage 2: was ist für sie ein panorama?
ein panorama ist für mich keine einzelne, zusammengesetzte aufnahme, sondern eine serielle struktur.
anstatt ein bild zu erweitern, zerlege ich es in eine folge von einzelaufnahmen. diese stehen in beziehung zueinander — durch überlappung, variation oder rhythmus.
der betrachter bewegt sich zwischen den bildern. das ganze wird durch die einzelteile lesbar, und die einzelteile gewinnen ihre bedeutung im zusammenhang.
frage 3: wie entsteht eine serie?
jede serie beginnt mit einer strukturellen idee — nicht mit einem einzelnen motiv.
entscheidend ist, welche dimension sichtbar werden soll:
raum (panorama)
zeit (sequenz)
licht (progression)
die aufnahmen folgen dieser logik. alle parameter — blickwinkel, brennweite, abstände — werden darauf abgestimmt.
die fertige arbeit existiert nicht als datei, sondern als installation im raum. größe, anordnung und rahmung sind teil des konzepts.